08 Juni 2017

[Rezension] "Vier Farben der Magie" von V. E. Schwab

Originaltitel: A Darker Shade of Magic
Autor: V. E. Schwab
Übersetzer: Petra Huber
Erscheinungstermin: 27. April 2017
Seitenanzahl: 496 Seiten
Verlag: Fischer Tor
Preis: 9,99 €
ISBN: 978-3596296323

›Vier Farben der Magie‹ ist der erste Band von V. E. Schwabs großer Fantasy-Trilogie um den Magier und Weltenwanderer Kell und um Delilah Bard, ihres Zeichens Diebin und Trickbetrügerin. 

Es gibt vier Farben der Magie: Im roten London befindet sie sich im Gleichgewicht mit dem Leben. Im weißen London wird die Magie versklavt, kontrolliert, unterdrückt. Dem grauen London ist sie fast abhandengekommen. Und im schwarzen London hat sie das Leben selbst vertilgt.

Als einer der wenigen Antari springt Kell zwischen den verschiedenen Welten hin und her. Doch er führt ein Doppelleben: Er ist Botschafter der Könige, aber auch ein Schmuggler. Eines Tages wird ihm als Bezahlung für einen außergewöhnlichen Botengang ein schwarzer Stein zugesteckt. Dass es sich um ein mächtiges magisches Artefakt handelt, merkt er erst, als er sich von einem gefährlichen Feind verfolgt sieht, der ihm das gute Stück abjagen möchte und dabei vor keinem Mittel zurückschreckt. 

Auf der Flucht trifft der Magier die gewitzte Diebin Delilah Bard, die Kell zunächst ausraubt, ihm dann aber hilft. Allerdings erwartet sie eine Gegenleistung von ihm ...
(Cover und Inhalt Copyright by Fischer Verlag)

"Vier Farben der Magie" hat eine faszinierende Idee. Vier verschiedene Londons, vier verschiedene Welten. Das schwarze London wurde von der Magie zerstört, das weiße London wird immer mehr von der Magie verlassen, im roten London blüht die Magie und im grauen London ist sie verloren gegangen. Nur ein Antari kann zwischen den Welten wechseln und alle Londons besuchen.

Kell ist so ein Antari. Er ist als Botschafter zwischen den Londons unterwegs. Er ist ein guter Mix aus nettem Helden mit dunklem Geheimnis, der seine Familie liebt und sein rotes London liebt und ein etwas verlorener Charakter der sich fehl am Platz fühlt. Wegen seiner Macht wird er gefürchtet und er lässt seine Adoptivfamilie nicht an sich heran. Seine einzige Sünde ist seine Leidenschaft für die Dinge aus den anderen Welten. Das wird ihm aber zum Verhängnis, den das setzt alles in Gang. Kell war für mich ein Charakter, dem ich gern auf seinem Abenteuer folge. Er war mir von Anfang an schlichtweg sympathisch.


Er trifft auf die toughe Lila. Sie ist großartig, ihre unerschrockene Art, ihre Abenteuerlust und ihr Sturkopf machen sie gleich sympathisch. Sie ist ein wunderbarer Gegenpart zu Kell. Obwohl sie aus dem grauen London stammt, ist sie eine große Unterstützung für Kell, und obgleich sie es nicht muss, steht sie ihm bei und das macht sie zur Sympathieträgerin. Sie hat es in ihrem Leben nicht einfach gehabt aber dadurch weiß sie wie man kämpft und kann gegen die Bedrohung ankämpfen. 

Die Welt, in der sich alles abspielt, ist interessant gestaltet. Man bekommt von den vier Londons genügend mit, um sich ein gutes Bild von ihnen zu machen. Lediglich das schwarz London ist noch ein Mysterium, aber auch das werden wir in den Folgebänden sicherlich erkunden. Die Erklärung der Welt bzw. Welten hat mir sehr gut gefallen. Ich konnte mich schnell zurechtfinden und der lockere Schreibstil trug mich durch die Seiten.


Die Geschichte ist spannend, die Einführung nicht langatmig und die Charaktere mochte ich auf Anhieb. Das Buch habe ich ab der ersten Seite genossen und bin schon gespannt, was uns im zweiten Band erwarten wird. Eine Ahnung habe ich bereits.

Wertung:

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Vielen Dank an Fischer TOR für das Rezensionsexemplar


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