22 Februar 2020

[Rezension] "Blackwood: Briefe an mich" von Britta Sabbag

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Autor: Britta Sabbag
Erscheinungstermin: 27. März 2019
Seitenanzahl: 448 Seiten
Reihe: Einzelband
Verlag: Fischer FJB
Preis: 18,99 €
ISBN: 978-3-8414-4013-6

Stell dir vor, du bekommst einen Brief von deinem zukünftigen Ich. Würdest du ihn lesen?
Für Gesine ist das keine Frage. Natürlich würde sie. Denn nach dem Tod ihrer Mutter muss sie alleine zu einer Verwandten nach Irland ziehen. In dem kleinen, verschlafenen Dörfchen Blackwood hat sie niemanden, mit dem sie so richtig über ihren Kummer sprechen kann. Auch nicht über Arian Mary, den unverschämt gutaussehenden Sohn der örtlichen Butterdynastie. Noch dazu machen sie die Dorfbewohner mit Geschichten über allerlei übernatürliches Zeug verrückt. Alles Quatsch, denkt sich Gesine. Bis sie in einem geheimnisvollen alten Schreibtisch einen Brief von ihrem zukünftigen Ich findet, der ihre Welt ganz schön durcheinanderbringt...
(Cover und Inhalt Copyright by Fischer Verlag)


Herzlich willkommen in Blackwood. Gesine wird in der urigen Gemeinschaft herzlich aufgenommen. Nachdem ihre Mutter verstarb, musste Sie zu ihrer Tante in einen kleinen irischen Ort ziehen. Die Umstellung von Wien auf den kleinen Ort ist nicht einfach und eigentlich will Gesine nichts lieber als wieder zurück. Nach einem Fluchtversuch und mehreren kleinen Katastrophen lebt sie sich aber gut in dem Ort ein und ergründet die Geheimnisse von Blackwood und seinen Bewohnern.

Gesine ist erfüllt von Trauer über den Verlust ihrer Mutter und gar nicht erpicht darauf einen Neuanfang in Blackwood zu starten. Nach und nach öffnet sie sich aber den Bewohnern und ihren Eigenarten und ergründet sogar, auf ihre tollpatschige Art, gut verborgene Geheimnisse. Der wichtigste Grund aber, der ihren Aufenthalt versüßt ist der Butterprinz Arian Mary.


Arian ist der gut aussehende und beliebte Junge im Ort. Seine Familie vertreibt die bekannteste Butter der Grünen Insel. Trotz seines Lebensstandards ist er nicht unbedingt glücklich. Gesine weckt sein Interesse und ihre Nervosität in seiner Nähe sorgt für einige urkomische Momente. Neben dem sympathischen Arian gibt es noch viele weitere einzigartige Charaktere, die Britta Sabbag erschaffen hat. Die butterliebende Mimi, den redseeligen Sam, die Eiskönigin Lilian, dem Lama und noch vielen mehr. Auch Bran Foley mit Radio Blackwood ist großartig!

Die Handlung von "Blackwood: Briefe an mich" ist durch die Fettnäpfchen in die Gesine dauernd tritt, die einzigartigen Bewohner und die Situationskomik, auch wenn es manchmal etwas übertrieben ist, sehr humorvoll. Sie ist aber auch traurig, durch den Verlust, den Gesine erlitten hat. Das Mädchen versucht den Verlust zu verkraften und ihren Platz im Leben zu finden. Außerdem gibt es Herzschmerz, Drama und Geheimnisse. Die Schwärmerei für Arian kam sehr plötzlich und ist ein bisschen too much aber führt zu unterhaltsamen Dialogen. Das Geheimnis um die Briefe steht gar nicht so im Vordergrund, wie ich angenommen hatte. Ich bin ganz zufrieden mit dieser Thematik. Das wird aber jeder anders empfinden.

Bis auf ein paar Kleinigkeiten, die mir einfach zu viel waren, hat mir "Blackwood: Briefe von mir" den Tag versüßt. Das Buch konnte ich nur mit einem grinsen im Gesicht lesen. Es wurde herzhaft gelacht und ich hatte jede Menge Mitleid, wenn Gesine wieder in ein Fettnäpfchen trat. Wer Brittas Humor mag, wird mit Blackwood seine Freude haben.

Wertung:

♥ Vielen Dank an den Fischer Verlag für das Rezensionsexemplar ♥
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